Edelmetalle und Edelsteine

Allgemeines zu Materialien , die ich verwende...

...für meine Partnerringe, die ich nicht unbedingt immer nur aus "edlen Metallen" im eigentlichen Sinn fertige ...
Je nach Aussage, die das jeweilige Schmuckstück haben soll, bediene ich mich auch gerne anderen ... eher symbolkräftigen, als unbedingt wertvollen Materialien ... wie z.B. Kupfer, Gummi, Kautschuk, Filz oder Hanffäden ... sie alle haben ihre Berechtigung, um eine Aussage oder einen bestimmten Ausdruck in Partnerringen und Antragsringen zu unterstreichen ...

Als Beispiel seien hier meine Eheversprechen in Ringform genannt ... zwei Ringe, die aus einem vergänglichen Material (wie z.B. Binsen, Hanf oder Wollfäden) gefertigt sind und mit einem Feingoldsiegel verschlossen werden ... bei diesen Ringen ist das Einbeziehen der Vergänglichkeit Konzept, da ihnen ein Versprechen innewohnt, das besagt: Bevor diese Ringe vom Finger fallen, müssen sie durch Eheringe ersetzt werden, wobei die Goldsiegel in diesen Eheringen mit verarbeitet werden ....

Als Edelmetalle im eigentlichen Sinn bezeichnet man Metalle, die auch bei höheren Temperaturen keine Verbindung mit Sauerstoff eingehen, d.h. nicht oxidieren, nicht rosten und nicht anlaufen. Diese Eigenschaften haben Gold, Platin, Silber und die für die Schmuckherstellung weniger verbreitete Platinnebenmetalle Palladium und Rhodium

Edelmetalle werden seit Jahrtausenden von Menschen wegen dieser Eigenschaften und dem Wert, den sie durch ihre Seltenheit repräsentieren, geschätzt.



Gold (Au):

Aufgrund seines Glanzes, seiner Beständigkeit und Seltenheit (Schmelzpunkt 1063 °C, es verändert es sich weder im Wasser noch in der Luft oder in Säure) wurde Gold schon etwa 3000 v.Chr. eines der wichtigsten Tauschobjekte.

Die hervorstechendsten Eigenschaften des reinen Goldes sind seine intensive safrangelbe Farbe, sein hoher Glanz, seine gute Polierfähigkeit und seine außergewöhnliche Dehnbarkeit.
Es kann bis zu einer Materialstärke von 0,0001 mm gewalzt werden. Aus einem Gramm Feingold läßt sich ein Draht von 2 km Länge ziehen, d.h. Gold ist sehr verformbar und weich.
Für einige Anwendungen, z.B. elastische Federn in Collierverschlüssen oder besonders abriebfeste Goldimplantate im Dentalbereich, werden andere physikalische Eigenschaften verlangt.
Deshalb wird Gold vor der Weiterverarbeitung meistens legiert, also mit anderen Metallen, wie z.B. Silber, Kupfer, Platin, Palladium ... aber auch in neuester Zeit mit Molybdän vermischt, um andere Abriebfestigkeiten, Elastizität oder Härten zu erreichen.

Übliche Goldlegierungen für Schmuckzwecke sind:

333/000 - 333 Gewichtsanteile sind Feingold, 333 Anteile sind Silber und
die restlichen 333 Anteile sind andere Metalle. Dieses Gold wird auch 8 Karat Gold genannt.
Diese Legierung scheidet allerdings die Geister: viele Schmuckfreunde weigern sich, eine 333er Legierung als Gold anzusehen.
Meiner Meinung nach, ist diese Legierung für Schmuck eher nicht geeignet, da es relativ schnell unansehnlich wird und anläuft!

375/000 - 375 Gewichtsteile sind Feingold, die anderen Anteile sind in der Regel Silber und Kupfer.
Es wird auch 9 Karat Gold genannt und wird überwiegend in England als Gebrauchsgold so legiert.

585/000 - 585 Gewichtsanteile sind Feingold,
die restlichen 415 Teile bestehen, je nach Farbwunsch (ob Rotgold, Gelbgold oder helles Gelbgold), aus verschiedenen Anteilen Kupfer und Silber.
Es wird auch als 14 Karat Gold bezeichnet und ist aufgrund seines hohen Kupferanteiles relativ hart und unempfindlich.
Eine hervorragende Legierung für stark beanbspruchten Schmuck!
585er Gold gibt es auch als Weißgold. Dann wird ein Teil des Kupfers durch Palladium ersetzt, das dann dem Gold die Farbe entzieht.

750/000 - 750 Gewichtsanteile sind Feingold,
die restlichen 250 Teile sind jeweils zur Hälfte Kupfer und Silber, respektive je nach Farbwunsch des Goldes,
bei Rotgold z.B überwiegend Kupfer und nur ein kleiner Teil Silber.
750er Gold wird auch 18 Karat Gold genannt.
Es ist die klassische und hochwertige Goldlegierung, in der die meisten hochwertigen Schmuckstücke gefertigt werden.
Auch besitzt es die ideale Kombination aus einer schönen Goldfarbe und einer guten Härte.
750er Gold gibt es auch als Weißgold, dann enthält es einen Anteil Palladium, der ihm dann die Farbe entzieht.

900/000 916/000 oder 921/000 Gelbgold sind Gelbgoldlegierungen mit einer intensiven rötlich-gelben Farbe, da sie meistens zu Münzprägezwecken legiert wurden.
In der Regel sind sie ausschließlich mit Kupfer legiert, um den Goldmünzen die nötige Härte zu geben,

999/000 - bezeichnet reines Gold. Es wird auch Feingold oder 24 Karat Gold genannt.
Es hat die schönste Goldfarbe: leuchtendes Safrangelb.
Feingold ist extrem weich und kann nicht hochglanzpoliert werden, da es diese Politur innerhalb kürzester Zeit verlieren würde. Wenn man sich mit der auf einzigartig verkratzten native Oberfläche des Feingoldes anfreunden kann und Tragespuren eher als Charakteristikmermal auffasst, dann ist Feingold erste Wahl!

Neben dem üblichen Gelbgold kann man durch Legieren mit anderen Materialien verschiedene Farbnuancen erreichen. Für Schmuckzwecke wird Gold hauptsächlich mit den Metallen Silber, Kupfer, Palladium ( früher wurde auch Nickel verwendet, das seit der Legierungsverordnung von 1998 verboten ist) legiert.

Die bekanntesten Goldfarben sind Gelbgold, Weißgold, Rotgold und Roségold. Gelbgold besteht aus gleich vielen Anteilen von Silber und Kupfer. Weißgold enthält neben Kupfer einen höheren Anteil von Silber und Palladium, das dem Gold die Farbe entzieht.

Je größer der Kupferanteil in einer Goldlegierung um so mehr tendiert die Farbe in das Rötliche: von zartem Rosé-Gold bis hin zu kupferfarbigen Goldtönen. Je mehr Silber hinzulegiert wird desto heller wird die Goldfarbe. Dadurch hat man die Möglichkeit mit Kontrasten zu arbeiten und es ergeben sich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Je nach Anteil der Zusatzmetalle kann man folgende z.B. Farbgoldlegierungen herstellen: Grüngold, Helles Gelbgold, Gelbgold, Apricotgold, Orangegold und Rotgold.

>> Über die richtige Pflege von Goldschmuck


Platin (Pt):

Platin-Spannring mit ungewöhnlichem blauen Diamant mit 0,65 ct !

Seinen Namen erhielt Platin im 16. Jahrhundert von den spanischen Eroberern, die das Metall bei der Goldsuche in den Flüssen Ecuadors fanden. Sie hielten es für minderwertiges Silber und nannten es Platina (kleines Silberkorn). Durch seinen außerordentlich hohen Schmelzpunkt - 1772 °C - lernten Goldschmiede erst vor 200 Jahren mit Platin umzugehen.

Platin ist ein hellgrau-silbrig-anthrazit glänzendes Metall. Es ist gut polierbar und hält besonders lange seinen Glanz.
Platinschmuck hat in der Regel einen Reinheitsgrad von 95 % - 18-karätiges Gold hat einen Reinheitsgrad von 75 %.

Fast kein Metall das zu Schmuck verarbeitet wird ist vollkommen rein, es handelt sich fast immer um sogenannte Legierungen - d.h. es enthält Beimischungen anderer Metalle, die die physikalischen Eigenschaften ändern..

Platin jedoch wird kaum legiert, dadurch wird es nicht stumpf, läuft nicht an und behält sein Aussehen für alle Zeit.

Durch seine hohe Materialfestigkeit eignet sich Platin besonders gut zum Fassen edler Steine (kein Nachgeben der Krappen bei Ringfassungen). Der reine weiße Schimmer des Metalls erhöht die Brillanz der Diamanten.
Dank seiner Reinheit ist Platin hypoallergen und eignet sich damit ideal für Menschen mit Allergieempfindlicher Haut.

Platin ist zudem beständig gegenüber Luft, Hitze und Säure. Es nutzt sich nicht ab und hält Edelsteine fest und sicher umschlossen. Einige der berühmtesten Juwelen der Welt wurden in Platin gefasst.

Zusätzlich zu Stärke und Dichte besitzt Platin eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft - Biegsamkeit. Platin ist so geschmeidig, dass gerade 1 Gramm des Metalls benötigt wird, um einen feinen Draht von fast zwei Kilometer Länge zu ziehen. Diese Eigenschaft in Verbindung mit der Festigkeit des Platins ermöglicht den Juwelieren die Kreation von unglaublich vielseitigen, geflochtenen Accessoires, die so mit keinem anderen Edelmetall hergestellt werden könnten.

Platin ist rein, selten, unvergänglich und vielseitig – diese Eigenschaften machen es zum wertvollsten aller Edelmetalle.


Palladium (Pd):

Palladium stammt aus der chemischen Gruppe der Platinmetalle. Palladium ist dem Platin als Schmuckmetall in vielerlei Hinsicht überlegen, Es ist nur halb so schwer, hat eine wesentlich hellere Farbe, ist günstiger und hat einen niedrigeren Schmelzpunkt (1554,90 °C ).

Palladium hat eine silbrigweiße Farbe, die fast die Helligkeit des Silbers erreicht. Vor dem Schmelzen erweicht das Palladium und ist dann leicht schweiß und schmiedbar. Seine Zähigkeit übertrifft geringfügig die des Platins, dagegen sind seine Dehnbarkeit und Härte etwas geringer. Palladium ist relativ knapp und daher wertvoll, jedoch weniger teuer als Platin.


Palladium hat eine silbrigweiße Farbe, die fast die Helligkeit des Silbers erreicht. Vor dem Schmelzen erweicht das Palladium und ist dann leicht schweiß und schmiedbar. Seine Zähigkeit übertrifft geringfügig die des Platins, dagegen sind seine Dehnbarkeit und Härte etwas geringer. Palladium ist relativ knapp und daher wertvoll, jedoch weniger teuer als Platin.

Der Ring rechts zeigt anschaulich, wie gut das Material mit Edelsteinen, wie z.B. diesem braunen Brillant harmoniert.

Um den Farbunterschied zwischen Palladium und Silber klar zu machen sind hier oben zum Vergleich beide Materialien zusammen abgebildet (links Silber, rechts Palladium)

Silber (Ag):

Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Seine geringe Schmelztemperatur von 961°C ließ schon früh eine Verarbeitung dieses Edelmetalles zu.
Es ist neben Gold und Platin eines der populärsten Materialien für die Herstellung von Schmuck und galt zeitweise sogar noch wertvoller als Gold. Silber wird seit Jahrhunderten für wertbeständigen Schmuck verwendet. Der Silbergehalt kann, sofern angegeben, anhand des Feingehaltstempels abgelesen werden.

Um den Härtegrad des Silbers zu erhöhen, wird es gerne legiert, also mit Anteilen anderer Metalle "versetzt".
Die wichtigsten Silberlegierungen sind heute Kupfer-Silber-Legierungen. Sie werden meist nach ihrem Feingehalt an Silber, angegeben in Tausendstel, bezeichnet. Die gebräuchlichsten Silberlegierungen haben einen Feingehalt von 800, 835, 925 und 935 Tausendstel Teile Silber. 925er Silber wird nach der britischen Währung Pfund Sterling als Sterlingsilber bezeichnet. Es ist die populärste Silberlegierung und wird u. a. zur Herstellung von Münzen, Schmuck und Besteck verwendet. Weiterhin gibt es noch das sogenannte Feinsilber, das 999 Tausendstel Anteile Silber besitzt und dadurch recht weich ist und leicht charakteristische Tragespuren annimmt.

Silber hat zudem eine bakterientötende Wirkung, dadurch ist es erst recht ein ideales Schmuckmetall.
Es ragiert zwar nicht mit Sauerstoff (es rostet also nicht), aber es kann anlaufen, d.h. es reagiert mit dem Schwefelwasserstoff in der Luft und wird schwarz. Deshalb sollte es von Zeit zu Zeit gepflegt werden.

Eisen (Fe):

Brüniertes Eisen in Platin gefasst

Eisen ist ein silberweißes Metall, das in reinem Zustand relativ weich, zäh und dehnbar ist. Eisen gehört zu den ferromagnetischen Metallen, d.h. es ist magnetisierbar (unter 768 °C).

Eisen ist beständig gegen trockene Luft, bildet jedoch mit feuchter Luft Rost. Das Metall ist angreifbar durch verschiedene Säuren, aber beständig gegen konzentrierte Salpeter- und Schwefelsäure. Die elektrische und die Wärmeleitfähigkeit betragen etwa 20% der des Kupfers.

Als reines Metall und Legierungsmetall spielt heute Eisen für die Schmuckherstellung nur eine sehr untergeordnete Rolle, jedoch hat sich wegen der guten Materialeigenschaften von Stahl Edelstahlschmuck einen festen Platz im Schmuckmarkt erobert.
Zu beachten ist bei Schmuck aus Eisen vor Allem, daß er bei Hautkontakt reagiert und auf Dauer einen unangenehmen Geruch absondert ... eine Eigenschaft, die es als Schmuckmetall stark in den Hintergrund treten läßt.


Edelstahl:

Edelstahlring in klassischer Form

Edelstahl ist zwar kein Edelmetall, hat aber als Schmuckmetall einen nennenswerten Stellenwert bekommen.
Unter "Edelstahl" versteht man im Allgemeinen Stahlsorten, die einen Phosphor- und Schwefelgehalt unter 0,025%, ein gleichmäßiges, von nichtmetallischen Einschlüssen freies Gefüge und gute Oberflächenbeschaffenheit aufweisen.
Zur Herstellung von Besteck, Gerät, Uhrgehäusen und Schmuck kommen nur die nichtrostenden, säurefesten Chrom- und Chromnickelstähle in Frage. Weiche Sorten enthalten etwa 0,07% C, harte Sorten dagegen bis zu 0,15% C.
Wegen seiner enormen Härte ist Edelstahl zum Schmieden eher ungeeignet und wird in der Regel an z.B. Drehbänken verarbeitet und nicht klassisch geschmiedet.


Meteorit:

Das von mir verwendete Meteoritenmaterial stammt aus Eisen-Nickel Meteorstücken, die in dem Fundgebiet Gibbeon in Namibia/ Afrika entdeckt wurde. Die Meteoritenstücke dieses Fundortes sind bekannt für ihre nach der Bearbeitung ausserordentlich schöne Oberflächenstruktur, die sogenannte "Widmannstätten Struktur", die durch ein Anätzen der Oberfläche sichtbar gemacht wird.
Im gleichen Maße dekorativ wie unnachahmlich, ist diese Oberflächenstruktur gleichzeitig der Echtheitsbeweis, daß dieses Metall ausserhalb der Erde entstanden sein muss. Nur unter extrem beschleunigter Abkühlung / Kristallisation, die unter Luftabschluss, ohne Gravitation und im freien Fall stattgefunden hat bilden sich diese Gefüge genau so aus.


Damaszenerstahl:

Damaszener Stahl oder Damast Stahl ist ein sogenannter Verbundstahl, d.h. er besteht aus weichen und harten Stählen und verbindet damit beide eigenschaften: er ist hart, aber nicht so spröde, daß er bei Belastung schnell bricht.
Historisch gesehen hatten damalige Schmiede nämlich das Problem, daß sie entweder hartes, aber sprödes Eisen erzeugen konnten oder weiches, aber zähes Eisen. Zähe Eisensorten brachen zwar im Kampf nicht, verbogen sich aber leicht und trugen bei jedem Schlag tiefe Kerben davon. Harte Eisensorten und solche, die durch einfache Verfahren härtbar wurden (sie bezeichnet man als Stähle), blieben lange scharf, hielten mehr aus als die zähen Stahlsorten, brachen aber bei Überlastung plötzlich durch.

Ziel der Schmiede war es nun, die guten Eigenschaften von harten und zähen Eisensorten zu verbinden, ohne daß das Schwert unter den Nachteilen dieser Eisensorten leidet. Die ersten Versuche, die Vorteile von harten Eisensorten mit denen von zähen Eisensorten zu kombinieren, konnten Archäologen bereits vor 2500 Jahren feststellen.
Eine besondere Ätzung der Oberfläche hat dem Stahl sein für Damaszenerstahl typisches Aussehen gegeben.
Der Ursprung des Damszenerstahles findet sich also in der Waffenherstellung ... eine Verwendung als Schmuckmetall ist eigentlich erst in der Neuzeit aufgekommen und auch heutzutage noch eher selten ... ähnlich wie bei reinen Eisenringen entwickeln auch Damaszenerringe bei dauerhaftem Tragen einen unangenehmen Geruch ... insofern sind sie nicht als Schmuck für jeden Tag geeignet, aber ein garantierter Blickfang für den besonderen Abend ...

Damaszenerstahl ist nicht miteinander verschweißbar ist, dadurch entsteht bei Ringen eine
offene Fuge. Diese Fuge kann man aber soweit wie möglich zusammenbiegen, dass nur ein minimaler Spalt entsteht.
Alternativ könnte man sie auch mit Hilfe eines anderen Materials
verschweißen (z.B. mit einem Feingoldstreifen, wie es im Bild zu sehen ist).
Eine weitere Möglichkeit wäre, den Ring als Spannring zu fertigen, d.h. in
die offene Fuge wird ein Edelstein "eingespannt" (Im Bildbeispiel ist es ein Brillant).


Die Wahl der Ring Oberfläche

Abhängig von den verwendeten Metallen und genauen Legierungen bei den Ringen, gibt es bei der Oberflächengestaltung ... also ob die Ringaussenfläche hochglanzpoliert, mattiert oder gehämmert sein sollte ... einige Vor- und Nachteile zu bedenken ...

Alle Edelmetalle sind relativ weich und behalten auf Dauer ihre Politur / Mattierung nicht ... Grundsätzlich kann gesagt werden, dass matte Oberflächen mit der Zeit blanker werden, blanke Oberflächen matter.
Gerade Trauringe sind durch ihren tagtäglichen Gebrauch ziemlichen Belastungen ausgesetzt ... Kratzer, Macken, Oberflächenblessuren sind unausweichlich .... Alle Oberflächen lassen sich natürlich wieder aufarbeiten ...

Zum Beispiel das sogenannte Strichmatt ... eine Mattierung die in parallelen Strichen auf die Ringoberfläche aufgebracht wird ... sieht wunderschön aus ...kann ich mit ruhigem Gewissen allerdings nur empfehlen, wenn der Ring in der Schachtel bleibt ;-)
Innerhalb kürzester Zeit wird gerade diese Mattierung unansehnlich, da die parallel zur Ringkante laufenden Rillen jeden noch so kleinen Kratzer, der nicht Parallel zur Ringkante läuft, gnadenlos augenfällig sichtbar macht...
und sich diese Oberfläche weder auf Silber noch auf Gold Legierungen länger als ein paar Wochen hält ... ( auf Platinringen bleibt sie länger erhalten ... aber auch nicht ewig !)

Bei hochglanz polierten oder gesandstrahlten Oberflächen auf Ringen gilt das vorhergesagte genauso ... innrhalb kürzester Zeit werden Kratzer sichtbar sein ... (the first cut is the deepest .... und der tut auf einem hochglänzendem Ring besonders weh )


Die einzigen Oberflächen, die von längerer Standzeit sind, sind Oberflächen, die an sich schon genau diesen Tragespuren vorausgreifen, also letzendlich die Oberfläche "zerstören" we z.B. ein grobes Eismatt oder Oberflächenstrukturen durch Hammerschlag.
Letzendlich bekommen auch diese Strukturen Tragespuren, diese fallen jedoch nicht so sehr ins Auge, da sie sich schließlich in die vorhandene "zerkratzte / gehämmerte" Oberfläche unauffällig einfügen....

Für Bildbeispiele an einem bestimmten Ringprofil, die die verschiedenartigkeit der Oberflächen auf einem Ringtypus zeigen bitte hier klicken



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